Reisesuche öffnen
 
 

Perspektive DDR / Auf Spurensuche in Potsdam / Madsack - 3 Tage

Reise als PDF speichern Reise drucken
Beratung & Buchung
0941 / 29708-0
Buchungscode:
6038
Termin:
09.07.2021 - 11.07.2021
Preis:
ab 459 € pro Person

Der Bereich zwischen Glienicker Brücke und Schloss Cecilienhof im Neuen Garten zählt heute zu den beliebtesten Ausflugszielen in Potsdam. Nur noch wenige Überreste der Sperranlage erinnern heute noch daran, dass hier, im heutigen UNESCO-Weltkulturerbe, bis 1990 die Grenze zwischen der DDR und West-Berlin verlief. Begleiten Sie uns auf eine spannende Spurensuche in die Schlösserstadt. Es erwarten Sie versteckte Kleinode, interessante Begegnungen und Gespräche abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten und ermöglicht Ihnen einen spannenden Blick auf die bewegte Vergangenheit der ehemaligen Bezirksstadt der DDR, die sich in den vergangenen 300 Jahren zu einer der prächtigsten Residenzstädte Europas entwickelte.

Reiseverlauf

Tag 1
Anreise, Berliner Vorstadt & Kunst in der DDR
Am Morgen starten Sie Ihre Fahrt im komfortablen Reisebus nach Potsdam. Im eleganten Hotel NH Potsdam angekommen lernen Sie bei einem Imbiss und einem Glas Sekt Jeanette Niebelschütz kennen, die Sie in den nächsten Tagen begleiten wird. Sie ist gebürtige Potsdamerin mit Leidenschaft für "ihre Stadt" und machte sich mit Kulturarbeit für den Brandenburgischen Kunstverein, der Organisation für verschiedene städtische Veranstaltungen und vor allem für die Neubelebung des damals völlig verfallenen Winzerbergs bei Schloss Sanssouci einen Namen. Durch ihr stetiges Engagement in Potsdam wird Sie Ihnen verschiedene Türen öffnen und Gesprächspartner vorstellen. Somit ermöglicht Sie Ihnen einen spannenden Blick auf ein ganz anderes Potsdam. Gemeinsam begeben Sie sich im Anschluss auf einen Spaziergang durch die sogenannte Berliner Vorstadt. Reizvoll gelegen und umgeben vom Jungfernsee, Tiefem See und Heiligem See, und in der Nähe zur historischen Parkanlage des Neuen Gartens ist sie eine der bevorzugten Wohngebiete Potsdams. Sie ist geprägt durch repräsentative Villen inmitten ausgedehnter Gärten, aber auch durch Ein- und Zweifamilienhäuser sowie vereinzelte aufwändige Geschosswohnungsbauten vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Sie schlendern vorbei an den Villen von Günther Jauch und der Hasso Plattner Stiftung und den Häusern der ehemaligen französischen und englischen Militärmissionen. Frau Niebelschütz hat viel Spannendes über die Häuser und die ehemalige Nutzung zu erzählen. So beherbergte die Villa Kellermann einen Jugendclub in der DDR. Heute bewirtet hier der Sternekoch Tim Raue seine Gäste. Vorbei an der Villa Schöningen, einem ehemaligen russischen Lazarett, und zur DDR-Zeiten ein Kinderwochenheim, direkt an der Glienicker Brücke, geht es direkt in den Neuen Garten. Friedrich Wilhelm II ließ ab1787 diesen Garten anlegen, der sich vom barocken Park Sanssouci abheben sollte. Entlang des ehemaligen Grenzstreifens geht es zur Künstlergemeinschaft Alleestraße 10. Unter dem Motto drei Künstler, drei Ateliers, 3 Geschichten erwarten Sie hier Gespräche und Fragen rund um die Kunstentwicklung in Potsdam. Im Anschluss kehren Sie in Matschkes Galeriecafé zum Abendessen ein. Schon zu DDR-Zeiten war es ein beliebter Treffpunkt für Künstler, Lebenskünstler und die alte DEFA-Garde. Nach dem Essen lernen Sie einen Protagonisten und Dokumentarist der damaligen Zeit kennen. Er hat einen bebilderten und spannenden Bericht über den Abzug der russischen Streitkräfte für Sie vorbereitet und steht Ihnen für weitere Gespräche und Fragen zur Verfügung.

Tag 2
Alexandrowka, Café Heider & Barbecue mit Lesung
Sie genießen das reichhaltige Frühstücksbuffet und den Vormittag, der für eigene Erkundungen zur Verfügung steht. Nutzen Sie die Zeit für einen Spaziergang durch das Holländische Viertel direkt am Hotel. Das Viertel ist das einzige in dieser Größe und Art erhaltene außerhalb der Niederlande. Die 134 roten Backsteinbauten mit ihren Giebeln und Traufen sowie bunten Fensterläden, das Kopfsteinpflaster, die Antiquitäten- und anderen Läden sowie die urigen Kneipen und kleinen Cafés ziehen sowohl Einheimische als auch Touristen an. Erbaut wurde das Viertel im 18. Jahrhundert im Auftrag Friedrich Wilhelm I., der damit Holländer nach Potsdam locken wollte. Der Hauptmann von Köpenick kaufte übrigens seine Uniform in einem der Antiquitätenläden des Holländischen Viertels. Um 13.00 Uhr treffen Sie wieder Frau Niebelschütz und besuchen die nahegelegene russische Kolonie Alexandrowka, auf Wunsch Friedrich Wilhelm III. zum Gedenken an seinen verstorbenen Freund Zar Alexander I. angelegt. Die im russischen Stil erbauten Holzhäuser waren Heimat von russischen Sängern, die nach der Rückkehr aus dem Krieg als Geschenk des Zaren am königlichen Hof blieben. In den von Lenné entworfenen Gartenanlagen sollten den Sängern eine besondere Atmosphäre für Musik und Muße bieten. Nach einem Blick in die kleine Kirche, die traditionell russische und klassizistische-deutsche Brautraditionen miteinander verbindet treffen Sie die Familie Andress. Bei selbstgepresstem Apfelsaft werden Sie sich in ihrem Garten fühlen wie Anton Tschechow. Im Gespräch über Verfall und Wiederaufbau wird Ihnen die Familie über den steinigen Weg berichten, wie sie ihr Häuschen in der Alexandrowka unter den widrigsten Umständen während der Wende saniert haben. Ein kleiner Spaziergang bringt Sie anschließend ins legendäre Cafe Heider. Es war Treffpunkt für die Subkultur, politisch Verfolgte, Künstler, Punks und ein Ort für Verliebte in der ehemaligen DDR. Das berühmt gewordene Buch "Damals im Café Heider" ist leider vergriffen, aber nach Kaffee und Kuchen wird Ihnen Frau Niebelschütz - die selbst im Buch vorkommt - beim abendlichen BBQ im Hotelgarten daraus vorlesen. Es erwarten Sie traurige, amüsante, kluge und auch politische Texte von Protagonisten aus jener Zeit.

Tag 3
Pfingstberg & Heimreise
Nach dem Frühstück verabschiedet sich das Hotelteam von Ihnen und Sie besuchen das historische Pfingstberg-Ensemble. Der Pfingstberg mit dem Schloss Belvedere, dem Pomonatempel und dem Lenné-Garten ist einer der schönsten Orte Potsdams. Während Sie den fantastischen Blick auf die Stadt genießen erfahren Sie mehr zur jüngeren Geschichte des Pfingstberg-Ensembles, dem unter dem DDR-Regime der Abriss drohte. 1985 bewahrten es grüne Kämpfer vor diesem Schicksal - allen voran Matthias Platzeck. Denn Brandenburgs Alt-Ministerpräsident setzte sich in der Endphase der DDR mit der Grünen Liga für den Umweltschutz ein. Mit dieser spannenden Geschichte verabschiedet sich Jeannette Niebelschütz von Ihnen und Sie treten gegen 12.00 Uhr Ihre Heimreise an.

Programmänderungen aus witterungsbedingten und organisatorischen Gründen vorbehalten!

Unterbringung
Das 4-Sterne Hotel NH Potsdam ist das ehemalige Palais Brühl aus Zeiten von Friedrich des Großen gepaart mit einem Neubau aus dem Jahr 1996. Das unter Denkmalschutz stehende Haus liegt mitten im Herzen von Potsdam am Holländischen Viertel. Viele Restaurants und Bars, aber auch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind zu Fuß schnell zu erreichen. Das Hotel verfügt über 143 elegante Gästezimmer mit kostenfreiem WLAN. Sie sind ruhig, komfortabel und überzeugen durch eine einladende Farbgestaltung in Sand und Preußischblau. Im Hotel selbst bietet eine Sauna Entspannung. Hier befinden sich auch ein Erholungsbereich und eine Dachterrasse. Sie können auch das Fitnessstudio gegenüber dem Hof nutzen.

Unterbringung im genannten Hotel oder gleichwertig - Änderungen vorbehalten.

Hinweis Bettensteuer
Immer mehr Städte in Europa führen eine sogenannte Bettensteuer oder eine City Tax ein. Falls bei dieser Reise diese Steuer anfallen sollte, bitten wir Sie, diese vor Ort in bar direkt im Hotel zu bezahlen. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem ausführlichen Reiseprogramm.

Eingeschlossene Leistungen

  • Fahrt im komfortablen Reisebus ab/bis
    - 09. 07. 11.07. Lübeck am Retteich
    - 30.07. 01.08. Hannover ZOB
  • 2 Übernachtungen mit reichhaltigem Frühstücksbuffet im 4 Sterne Hotel NH Potsdam
  • Begleitung vor Ort durch die Potsdamerin Jeanette Niebelschütz
  • Sektempfang und Willkommens Imbiss im Hotel
  • Geführter Spaziergang durch das Potsdamer Villenviertel Berliner Vorstadt
  • Besuch der Künstlergemeinschaft Alleestraße mit Atelierbesichtigungen und Gesprächen
  • Abendessen im Café Matschke mit Vortrag/Gesprächsrunde "Abzug der russischen Streitkräfte“
  • Spaziergang durch die russische Kolonie Alexandrowka mit Kirchenbesuch, Begegnungen und Gesprächen
  • Kaffeetafel im Café Heider
  • Barbecue mit Lesung "Damals im Café Heider“
  • Eintritt/Führung Schloss Belvedere auf dem Pfingstberg
  • Reisebegleitung des Verlags

Nicht im Reisepreis enthalten

  • Citytax der Stadt Potsdam
  • Trinkgelder und persönliche Ausgaben
  • Persönliche Reiseversicherungen

Für diese Reise gilt die Stornostaffel (Busreisen 5.3.b) gemäß der Reisebedingungen der M-tours Live Reisen GmbH.

  • Doppelzimmer - Laut Programm
    459 €
  • Doppelzimmer - Laut Programm
    479 €
  • Einzelzimmer - Laut Programm
    545 €
  • Einzelzimmer - Laut Programm
    565 €

Abfahrtsorte

  • z.B. Lübeck - am Retteich
    0 €